März 17th, 2008
Nach langer Pause ist es wieder an der Zeit, den Sonntagabend darauf zu verwenden, das Netz auf der Suche nach Theologie aus biblischer Perspektive zu durchstöbern.
Zunächst ein Blick in die Medienprogramme:
Als zweites ein Blick auf nützliche Werkzeug:
Mindestens seit Mai 200 bietet die Kieler Bilddatenbank Naher Osten (KiBiDaNO) den Online-Zugriff auf etwa 10.000 Photographien, die kostenfrei für den Lehrbetrieb oder privat genutzt werden können. Die Datenbank wird von Rüdiger Bartelmus an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel koordiniert.
Beständig wachsend, hat sich das “Wissenschaftliche Bibellexikon” inzwischen auf 440 Artikel ausgeweitet. Allerdings ist das Material nach wie vor auf die Welt des Alten Testaments begrenzt, zum Neuen Testament bestehen nach wie vor beste Absichten, die von Stefan Alkier koordiniert werden. Bei der Probebohrung zum Stichwort “Eisenzeit I” (von Uta Zwingenberger) fiel auf, dass zum einen eine Verlinkung der Autorennamen nicht gegeben ist und auch der Artikel in der Autorenangabe nicht verlinkt ist, was aber wünschenswert wäre, dass zum anderen die Karte im Artikel sehr schön, aber viel zu klein ist. Auch scheint die Programmierung der Suchmaschinenerweiterung unter “Wibilex verlinken” nicht zu funktionieren. Dennoch: Ein schönes und kostenfreies Projekt - auch wenn ich immer noch nicht weiß, warum ich bei der Registrierung meine Postadresse angeben muss…
… wird fortgesetzt
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Mai 23rd, 2007
Gestern abend, am 22. Mai 2007, brachten die ARD-Tagesthemen einen Bericht über die Digitalisierung des Codex Sinaiticus, der nun auch online verfügbar ist. Beteiligt ist daran u. a. die Universitätsbibliothek Leipzig, bei der ein Teil des Sinaiticus aufbewahrt wird.
Etwas seltsam ist der Hinweis am Schluss des Berichts, dass der Codex Sinaiticus auch Texte enthält, die in heutigen Bibelausgaben fehlen. Für „Überraschungen“ dürfte das aber höchstens bei theologischen Laien sorgen. Wahrscheinlich ist ein solcher Hinweis nötig, um diese Meldung medienwirksam zu machen.
Bereits im Dezember berichtete der Heise-Newsticker darüber. Damals war der Abschluss des Projekts noch für 2009 anvisiert. Inzwischen ist es 2010. Also darf man gespannt sein, wann der Text tatsächlich online erscheint.
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März 3rd, 2007
Von der Liebe zu den Feinden
43Ihr hab gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. 44Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, 45damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerchte und Ungerechte. 46Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner? 47Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden? 48Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.
Ein Stück aus den Antithesen der Bergpredigt: Auf eine These mit Antithese (V. 43-45) folgt ein Doppelspruch als zusätzliche Begründung (V. 46f.) und der Schlussvers (V. 48).
In der Wirkungs- und Auslegungsgeschichte wird immer wieder die Frage gestellt, ob die Feindesliebe den Menschen nicht total überfordert. Ulrich Luz in seinem Mt-Kommentar: "Jesu Absicht war es nicht, die Situation der Welt zu verbessern. Taten der Nächstenliebe sind von Jesu her Ausdruck des bedingungsloden Ja Gottes zum Menschen um seiner selbst willen. Sie sind in einem fundamentalen Sinn notwendig und stehen neben und vor allen realistischen Strategien 'intelligenter' Liebe".
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März 2nd, 2007
Es gibt Zeiten im Leben, da lerne ich Dinge, die ich niemals wirklich lernen wollte, hätte mich denn jemand gefragt. Eine solche Zeit beginnt definitiv mit der Geburt eines eigenen Kindes - und auch mit der Geburt eines Kuckuckskindes in der biblischen Familie derer, die sich und ihr Leben in Beziehung zur Welt der Anfänge des Christentums definieren.
Derzeit lerne ich also viel über Knochenkisten, Ossuarien und Grabhöhlen, namentliche jene in Talpiot, und die biblisch-archäologische Arbeit mit diesen Objekten.
Gefunden
Gefunden wird also im Jahre 1980 eine Kollektion von zehn Ossuarien, von denen wiederum sechs mit Inschriften versehen sind. Binnen dreier Tage wurden alle Ossuarien recht kommentarlos aus der Fundstätte geborgen und in die Obhut der Israel Antiquities Authority übergeben. Sie werden beschrieben im entsprechenden Katalog Jüdischer Ossuarien [Rahmani, L. Y., A Catalogue of Jewish Ossuaries : in the Collections of the State of Israel, Jerusalem : Israel Antiquities Authority: Israel Academy of Sciences and Humanities, 1994. 222-224]. Damit übereinstimmend schreibt 1996 der Archäologie Amos Kloner, unter dessen Leitung die Ossuarien 16 Jahre zuvor geborgen worden waren [A tomb with inscribed ossuaries in East Talpiyot, Jerusalem, ‘Atiqot, 1996, vol. 29, 15-22, hier: 16f.]:


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März 1st, 2007
Mt 7,7-12 (Übersetzung: Münchener Neues Testament)
Vom Vertrauen beim Beten
7Bittet, und gegeben werden wird euch; sucht und finden werdet ihr; klopft an, und geöffnet werden wird euch; 8denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird geöffnet werden. 9Oder wer von euch ist ein Mensch, den sein Sohn bitten wird um Brot, - wird er etwa einen Stein übergeben ihm? 10Oder auch um einen Fisch wird er bitten, - wird er etwa eine Schlange übergeben ihm? 11Wenn nun ihr, die ihr böse seid, wisst, gute Gaben zu geben euren Kindern, um wieviel mehr wird euer Vater in den Himmeln geben Gutes den ihn Bittenden.
Der Abschnitt wirkt wie ein nachtrag zum Vater unser und sagt einem soclehn Beten der Jünger, das ganz aus dem Geist Jesu kommt, sichere Erhöung zu.
Die Goldene Regel
12Alles nun, was ihr etwa wollt, dass euch die Menschen tun, so auch tut ihr ihnen. Denn dieses ist das Gesetz und die Propheten.
V. 12 fungiert als eine Art Scharnierstelle innerhalb der Bergpredigt. Inhaltlich geht es noch einmal um die Nächstenliebe als zentrales Gebot. Für dessen Erfüllung bietet Matthäus die sogenannte "Goldene Regegel" als praxisnahen Merksatz.
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